Am Samstagnachmittag spielten wir gegen unseren Ortsnachbarn TV Groß-Gerau. Mit einem Sieg wollten wir zum einen wieder aus dem Keller der Tabelle herauskommen. Zum anderen ist dieses Derby für beide Seiten immer noch mal mehr ein besonderer Ansporn gewinnen zu wollen. Uns war somit klar, dass es wie in den vergangenen Saisons wieder ein sehr knappes und hart umkämpftes Spiel werden wird.

 

Sophie Appel eröffnete das Spiel mit einem Freiwurftreffer, wodurch wir zunächst in Führung gingen. Trotzdem erwischte Groß-Gerau den besseren Start in das Spiel. Obwohl wir von Beginn an eine gute Leistung zeigten, wollten einige Würfe nicht fallen und wir waren etwas zu hektisch im Angriff. Dadurch konnte Groß-Gerau das erste Viertel 8:16 für sich entscheiden. Im zweiten Viertel waren wir schon wesentlich ruhiger und konzentrierter. Wir konnten uns mit einigen Treffern von außen von Annika Jaeger und Carina Landau kurz hintereinander Schritt für Schritt an Groß-Gerau heran kämpfen und gingen sogar zeitweise in Führung. Auch in der Verteidigung standen wir gut, sodass das zweite Viertel mit 18:13 an uns ging und wir nur mit einem knappen Rückstand von 26:29 in die zweite Halbzeit starteten. Unsere Leistung verbesserte sich hier noch einmal. Wir kämpften weiter um jeden einzelnen Ball und zeigten einige schöne Spielzüge. Doch auch Groß-Gerau wollte diesen Sieg natürlich unbedingt mit nach Hause nehmen, wodurch es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer zunehmenden angespannten Stimmung wurde. Das dritte Viertel konnten wir schließlich mit 10:9 für uns entscheiden und dadurch den Abstand zu Groß-Gerau immer weiter verringern. Bei einem Spielstand von 36:38 ging es in das letzte Viertel. In diesem Viertel konnten wir besonders viele Punkte durch Freiwürfe erzielen, die trotz dem hohen Druck erfolgreich von Claudia Konrad verwandelt wurden. Gleichzeitig fielen auch weiterhin unsere Würfe von außen und am Brett. In der letzten Spielminute konnten wir dann endlich Groß-Gerau überholen und es stand ein paar Sekunden vor Spielende ein 52:50 auf der Spieluhr. Dies wäre unser Sieg gewesen. Leider gelang es dann Groß-Gerau uns zu überlaufen und durch einen Korbleger in den letzten Spielsekunden den Ausgleich zu holen. Somit mussten wir bei einem Spielstand von 52:52 in die Verlängerung. Hier erwischten wir eindeutig den besseren Start. Durch einen erfolgreichen Distanzwurf von Carina Landau gingen wir sofort in Führung, die wir zunächst nicht mehr aus der Hand gaben. Als Claudia Sturm eine Minute vor Spielende uns durch ihre Freiwürfe, die sie nervenstark erfolgreich zu Punkte verwandelte, drei Punkte in Führung brachte, sah es fast so aus, als ob wir das Glück diesmal auf unserer Seite hätten. Selbst als Groß-Gerau in der letzten Spielminute noch einen Korb erzielte, waren wir immer noch mit einem Punkt vorne. Auf der Spieluhr standen noch ca. 30 Sekunden Spielzeit bei einem Stand von 59:58 für uns. Doch nachdem Groß-Gerau fälschlicherweise einen Ausball zugesprochen bekam waren sie im Angriff. Obwohl wir in der Verteidigung gut standen, trafen unsere Gegner auf einmal aus dem Nichts einen Dreier und gingen somit mit zwei Punkten in Führung. Uns gelang es in den verbliebenen 10 Sekunden nicht mehr zu punkten und wir mussten nach einem harten Kampf und drei gewonnenen Vierteln eine bittere Niederlage von 59:61 hinnehmen. Trotz allem zeigten wir in diesem Spiel eine sehr gute Gesamtteamleistung, die vor allem durch ein gutes Zusammenspiel, viel Bewegung auf dem Spielfeld, einer guten Reboundarbeit und natürlich wieder einem harten Kampfgeist zustande kam.

 

Es spielten:

Carina Landau (18), Claudia Konrad (11), Sophie Appel (10), Claudia Sturm (9), Annika Jaeger (6), Florencia Ferreyra (3), Katja Krafczyk (2), Victoria Van gen Hassend

 

Viertelergebnisse:

8:16, 18:13, 10:9, 16:14, 7:9